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Brandstifter – Jón Hallur Stefánsson

Brandstifter von Jon Hallur Stefansson

Eine längere Beschreibung zum Buch, wie bei den bisherigen, spare ich mir dieses mal und schreibe nur eine kleine Zusammenfassung.

Es ist Winter in Island und in einer Kleinstadt brennen die Häuser. Es kommt nie jemand zu Schaden bis auf einmal ein kleines Mädchen lebensgefährlich verletzt wird. Kommissar Valdimar Eggertsson versucht den Täter zu schnappen und nebenbei sein eigenes Leben auf die Reihe zu kriegen.
Das reicht auch schon als Zusammenfassung, denn mehr Zeit möchte ich an dieses Buch nicht verschwenden, als ich es eh schon getan habe. Als „Mängel-Exemplar“-Schnäppchen entdeckt und direkt zugegriffen, musste ich beim Lesen sehr schnell fesstellen, dass der Stempel: „Mängel-Exemplar“ nicht auf äußerliche Beschädigungen hinweist sondern auf ein schlecht geschriebenes Buch ohne Spannung.

Naja ganz ohne Spannung war es nun auch wieder nicht, auf einer Seite des Buches kommt doch tatsächlich etwas ähnliches wie Spannung auf. Leider ist dieses Gefühl auch schon wieder auf der nächsten Seite verschwunden.

Jetzt fragt sich jemand, der es nicht gelesen hat: Warum ist es denn angeblich so schlecht?

  1. Es gibt etwa 8 Hauptcharaktere in diesem Buch, zwischen denen von Kapitel zu Kapitel hin und her geswitched wird.
  2. Gibt es neben den 8 Hauptpersonen noch eine handvoll weitere Personen und eine „unheimliche“ Stimme, die zu keiner der Personen gehört (anscheinend soll das Spannung hervorrufen und den dringenden Wunsch zu wissen, wer hinter dieser Stimme steckt – FAIL!).
  3. Viele der Charaktere haben sehr ähnliche Namen, was beim Lesen zu Verwirrungen führen kann, da man immer überlegen muss: Moment war das jetzt der Sohn des Parketthändlers oder der des Polizisten? …..etc.
  4. Die Kapitel haben eine durschnittliche Länge von 5 Seiten. Alle 5 Seiten wird also der Schauplatz gewechselt und auch zu einem anderen Hauptcharakter. Bei der Geschwindigkeit kombiniert mit dem merkwürdigen Schreibstil kann so keinerlei Krimi-Stimmung aufkommen.
  5. Kommen wir zum Schreibstil, entweder liegt es an einer schlechten Übersetzung ins Deutsche oder am Schriftsteller selbst, aber ich werde nicht warm mit dem Stil. Zum einen werden viel zu viele obszöne Wörter benutzt, die evtl. in ein Buch mit Spannung und zu einer psychopathischen Charaktere passen würden, nicht aber in dieses Buch und nicht zu diesen Charakteren.
  6. Sieht man mal davon ab ist es für den Nicht-Isländer schwer, die teilweise komplizierten Namen gedanklich auszusprechen.
  7. Des Weiteren sind leider in der Übersetzung auch einige Schreibfehler vorhanden, die den eh nicht vorhandenen Spaß am Buch tatsächlich noch weiter in den Minusbereich zu treiben.

Zu Gute halten kann man nur den Versuch eine tolle Geschichte zu erzählen. Die Story als Grundgerüst hat Potential ein tolles Buch zu werden, kein Bestseller den man an einem Tag durchlesen kann, aber ein interessantes Buch, dessen Kauf man nicht bereut. Leider ist dieser Versuch komplett nach Hinten losgegangen.

Mein Fazit: Schade ums Geld (das habe ich bisher von keinem Buch gesagt…Naja das erste Mal tut bekanntlich immer weh)

 

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